Vorurteile

Süßstoff in der Schwangerschaft und Stillzeit

Im zweiten Drittel der Schwangerschaft steigt der Energiebedarf der Frau um etwa 300 Kilokalorien pro Tag an. Da jedoch auch der Bedarf an bestimmten Nährstoffen wie z.B. für Folsäure und Eisen in dieser Zeit um bis zu 100%, zunimmt, ergibt sich für die werdende Mutter das Problem, Lebensmittel mit einem geringen Energiegehalt und gleichzeitig hohen Nährstoffgehalt auszusuchen.

Gerade in der Schwangerschaft setzt sich die Frau ausführlich mit dem Thema Ernährung auseinander, um dem heranwachsenden Fetus eine gute Versorgung zu gewährleisten. Dabei tauchen häufig Fragen zur Sicherheit der Süßstoffe auf. Diese Bedenken sind jedoch unnötig, da Süßstoffe auch für das Ungeborene ungefährlich sind. Es konnte mittlerweile in einer Vielzahl von Studien gezeigt werden, daß eine Süßstoffaufnahme während der Schwangerschaft keine schädigende Wirkung auf den Embryo hat (1-4).

Nach der Schwangerschaft besteht bei der jungen Mutter vielfach der Wunsch abzunehmen, um das Ausgangsgewicht vor der Schwangerschaft wieder zu erreichen. Dabei muß allerdings berücksichtigt werden, dass der zusätzliche Energiebedarf während der Stillzeit 600 Kilokalorien pro Tag beträgt. Ein Großteil dieser Energie wird in Form der Muttermilch abgegeben. Abnehmen ist in dieser Zeit nicht ratsam, da hierbei die Fettspeicher der Mutter mobilisiert werden, in denen u.a. auch Schadstoffe gelagert sind. Diese können dann über die Muttermilch zum Säugling gelangen.

Es gilt also einerseits die ausreichende Versorgung des Säuglings mit Nährstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen zu gewährleisten und andererseits das Wunschgewicht der jungen Mutter letztendlich langsam wieder zu erreichen.

Daher ist es auch in dieser Zeit sehr wichtig, sich ausgewogen und gesund zu ernähren, indem man Lebensmittel mit hoher Nährstoffdichte auswählt. natreen-gesüßte Produkte können dabei helfen, Nährstoffdichte und Energiebilanz miteinander in Einklang zu bringen.

Literatur
1. Bungard G; 1968.: Die Süßstoffe - Die Cyclamate, Die physiologische Unbedenklichkeit der Cyclamate. Der deutsche Apotheker 20, S. 1 - 6

2. Klotzsche C; 1969.: Zur Frage der teratogenen und embryotoxischen Wirkung von Cyclamat, Saccharin und Saccharose. Arzneimittel-Forschung 19, S. 925 - 928

3. Lorke D; 1969.: Untersuchungen von Cyclamat und Saccharin auf embryotoxische und teratogene Wirkung an der Maus. Arzneimittel-Forschung 19, S. 920 - 922

4. Lorke D.; 1969: Zur Toxizität von Cyclamat für Mäuseembryonen. Arzneimittel-Forschung 19, S. 923 - 925

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