Wissenwertes über Süßstoffe

Wissenswertes über Süßstoff

Hier haben wir wichtige Informationen über Süßstoffe für Sie zusammengestellt, von Inhaltsstoffen bis hin zu Darreichungsformen.

Süßstoffe sind Süßungsmittel, die einen sehr süßen Geschmack geben, dabei aber keine oder nahezu keine Kalorien liefern und nicht zur Kariesentstehung beitragen. Sie verfügen über eine deutlich höhere Süßkraft als Zucker (30 - 5000fach höher). Süßstoffe gehören zu den Lebensmittelzusatzstoffen. Ihr Einsatz in Lebensmitteln darf deshalb erst nach ausdrücklicher Zulassung durch den Gesetzgeber erfolgen. Voraussetzung für die Zulassung sind umfangreiche wissenschaftliche Untersuchungen, die die gesundheitliche Unbedenklichkeit der Zusatzstoffe unter Beweis stellen müssen. Diese Prüfungen dauern oft mehr als zehn Jahre an und werden auch nach der Zulassung in regelmäßigen Abständen wiederholt, um dem Verbraucher ein Höchstmaß an Sicherheit zu bieten. Die Süßstoffe zählen somit zu den am intensivsten auf ihre gesundheitliche Unbedenklichkeit geprüften Lebensmittelzusatzstoffen. Im Jahre 1879 wurde der erste kalorienfreie Süßstoff entdeckt, das Saccharin. Derzeit benutzen weltweit rund 800 Millionen Menschen täglich Süßstoffe.

Heute sind folgende Süßstoffe in Europa zugelassen:

Saccharin
Saccharin ist einer der ältesten Süßstoffe und wird bereits seit über einem Jahrhundert erfolgreich verwendet. Dieser Süßstoff ist etwa 400 - 500 mal süßer als Zucker. Früher hatte Saccharin den Nachteil, dass es leicht bitter schmeckte, doch dieser geschmackliche Nachteil konnte durch verbesserte Herstellungsverfahren behoben werden. Zumeist wird Saccharin in einer Süßstoffkombination mit Cyclamat im Verhältnis 1:10 eingesetzt, wie auch bei natreen. Diese Mischung verstärkt die Süßkraft von Saccharin und bietet dem Verbraucher eine optimale Süße. Da Saccharin vom menschlichen Organismus nicht verwertet wird liefert es keine Kalorien.

Sucralose
Dieser seit 2004 in der EU zugelassene Süßstoff ist etwa 600mal süßer als Zucker und wird im Körper nicht verstoffwechselt, sondern unverändert wieder ausgeschieden. Der Süßstoff zeichnet sich insbesondere in Kombination mit anderen Süßstoffen aus und ist durch seine Stabilität in einer breiten Palette an Lebensmitteln und Getränken anwendbar. Sucralose kann - wie Zucker - in Lösungen mit Wasser reagieren, jedoch nur über einen längeren Zeitraum bei sehr hohen Säuregraden und Temperaturen.

Cyclamat
Der Süßstoff Cyclamat wurde vor etwa 60 Jahren entdeckt. Er ist etwa 35 mal süßer als Zucker und somit der Süßstoff mit der geringsten Süßkraft. Allerdings ist er bekannt für seinen ausgezeichneten Geschmack, der sich besonders in der Mischung mit Saccharin bewährt hat. Im Organismus wird Cyclamat nicht verstoffwechselt und von den meisten Menschen daher unverändert wieder ausgeschieden. Nur wenige Menschen haben Bakterien in der Darmflora, die das Cyclamat umwandeln. Dieser Prozess ist jedoch unter Gesundheitsaspekten ohne Bedeutung. Auch Cyclamat ist kalorienfrei.

Aspartam
Aspartam ist ein Süßstoff, der vor 25 Jahren entdeckt wurde. Dieser Süßstoff ist etwa 200 mal süßer als Zucker. Die Hitzebeständigkeit dieser Verbindung ist relativ schwach; daher ist dieser Süßstoff zum Kochen und Backen weniger geeignet. Aspartam ist aus den Aminosäuren Asparaginsäure und Phenylalanin* aufgebaut und wird vom Körper abgebaut. Dabei wird Energie (d.h. Kalorien) frei, die aber aufgrund der geringen Einsatzmengen von Aspartam in den verschiedenen Produkten zu vernachlässigen ist. Außerdem entstehen bei der Verstoffwechselung von Aspartam geringfügige Mengen an Methanol (Alkohol), welches aber auch bei zahlreichen natürlichen Gärprozessen vorkommt. *Das Phenylalanin kommt auch in vielen anderen natürlichen Lebensmitteln (Eier, Milch, etc.) vor. Ein sehr kleiner Teil der Bevölkerung leidet an der angeborenen Stoffwechselkrankheit Phenylketonurie (PKU), bei der der Körper Phenylalanin nicht abbauen kann. Die Betroffenen wissen, dass sie diese Aminosäure meiden müssen. Der Hinweis auf den Lebensmitteln: "Enthält eine Phenylalaninquelle" dient also lediglich als Hinweis zum Schutze der Erkrankten.

Acesulfam
Acesulfam ist ein Süßstoff, der in den 80er Jahren entdeckt wurde. Er ist etwa 200 mal süßer als Zucker und wird ebenfalls vorwiegend in Kombination mit anderen Süßstoffen eingesetzt. Der Süßstoff Acesulfam ist kalorienfrei, da er vom menschlichen Organismus nicht verstoffwechselt wird. Acesulfam ist sehr stabil und hitzebeständig.

Neohesperidin DC
Neohesperidin DC wird aus einem Flavonoid der Zitrusfrüchte hergestellt. Der kalorienfreie Süßstoff kann bis zu 1800 mal süßer als Zucker sein, kommt aber zumeist in Konzentrationen zum Einsatz, die 400-600fach süßer sind. Neohesperidin DC hat die Eigenschaft, bittere Geschmacksnoten in Stoffen zu unterdrücken, daher wird er sehr gerne in Arzneimitteln, wie Tropfen und Sirupen eingesetzt. Als Einzelsüßstoff besitzt es einen lakritzartigen Nachgeschmack. In Kombination mit anderen Süßstoffen zeigt er sehr gute Geschmackseigenschaften. Neohesperidin DC ist seit 1998 als Süßstoff in Deutschland zugelassen.

Thaumatin
Thaumatin (Thauma = griech. Wunder) ist der am längsten bekannte Süßstoff. Schon 1855 beschrieb der britische Afrika-Reisende DANIELL den besonders süßen Geschmack der westafrikanischen Katemfe-Frucht (Thaumatococcus). Aus dem Samenmantel dieser Frucht wird Thaumatin gewonnen. Thaumatin ist sehr wertvoll, denn aus 1 Kilogramm der Früchte lassen sich gerade mal 6 Gramm Thaumatin gewinnen. Die Einheimischen verwenden die thaumatinhaltigen Früchte schon sehr lange zum Süßen ihrer Speisen. Der Süßstoff ist ein natürliches Protein mit einem Energiewert von 4 Kilokalorien pro Gramm. Da seine Süßkraft jedoch 2000-3000 mal höher liegt als die von Zucker, werden nur sehr geringe Mengen zum Süßen eingesetzt. Die Energie, die durch den Stoff zugeführt wird, kann in der Kalorienberechnung vernachlässigt werden. Wie auch Neohesperidin DC hinterlässt Thaumatin in hohen Dosen einen lakritzartigen Nachgeschmack. In Kombination mit anderen Süßstoffen ergibt sich aber ein sehr guter Gesamtgeschmack. Neben der Süßkraft besitzt Thaumatin auch geschmacksabrundende Eigenschaften, die bereits in geringsten Konzentrationen wirksam werden. Diese Eigenschaft nutzt auch natreen in seiner patentierten Rezeptur.

natreen verwendet in seinen Produkten einzelne Süßstoffe oder Süßstoffkombinationen, je nachdem welche geschmacklich und technologisch besser geeignet sind. Dabei werden die optimalen Eigenschaften der Süßstoffe genutzt. Die im Einzelnen verwendeten Süßstoffe finden Sie bei den jeweiligen natreen Produkten im Zutatenverzeichnis.

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