Das Diabetes-ABC


Die wichtigsten Stichworte kurz erklärt


Das Thema Diabetes mellitus ist ein weites Feld. Wer sich erstmals mit dem Thema auseinandersetzt, begegnet vielen Begriffen, Fremdwörtern und Zusammenhängen, die richtig eingeordnet werden wollen. Die wichtigsten Stichworte haben wir Ihnen kurz erklärt, tiefergehende Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterbereichen oder auf den Diabetes-Informationsseiten anderer Anbieter – zu finden über den Bereich „Links“.

Um mehr zu einem Thema zu erfahren, klicken Sie einfach auf den jeweiligen Begriff.

 

B


Behandlung

Je nach Stand der Erkrankung wird auch bei Typ 2 Diabetes eine Insulinbehandlung benötigt, um den Blutzuckerspiegel zu regulieren. Wichtigster Faktor für eine erfolgreiche Behandlung ist eine ausgewogene und kalorienbewusste Ernährung, um das Übergewicht zu reduzieren. 
Wird das Körpergewicht um 5 % bis 10 % reduziert, verbessert sich die Insulinempfindlichkeit bereits erheblich. Das Ergebnis: Die Blutzuckerwerte werden gesenkt.

Blutzuckerspiegel

Der Blutzuckerspiegel gibt Auskunft über den Glukoseanteil im Blut. Ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel gilt als klarer Hinweis auf Diabetes mellitus. Als Normalwerte gelten Blutzuckerspiegel im Bereich von 70-99 mg/dl nüchtern bzw. maximal 160 mg/dl nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit. Zwei Stunden nach der Nahrungsaufnahme sollte der Blutzuckerspiegel bei maximal 140 mg/dl liegen.

 

D


Diabetes mellitus

Bei Diabetes mellitus, im Volksmund auch als Zuckerkrankheit bezeichnet, handelt es sich um eine Stoffwechselerkrankung, die vor allem den Kohlenhydrat-Stoffwechsel beeinträchtigt. Hierfür gibt es vielfältige Ursachen, die alle zu Insulinmangel führen. Der Körper benötigt das Hormon Insulin jedoch, um das im Blut gelöste Zuckermolekül Glukose in die Zellen aufzunehmen. Das führt dazu, dass den Zellen unseres Organismus zu wenig Energie zugeführt wird und der im Blut verbleibende Zucker den Blutzuckerspiegel erhöht.

Diabetes Typ 2 Risiko

Grundsätzlich gilt, dass Übergewicht und Adipositas häufigster Auslöser einer Diabetes Typ 2-Erkrankung sind. Übergewicht jedoch kann verschiedenste Gründe haben: ein ungesunder Lebensstil, genetische Veranlagung, Stoffwechselstörungen, Bewegungsmangel sowie psychische Erkrankungen. 
Zumeist ist jedoch Überernährung Ursache des Übergewichts und damit ein Hauptauslöser der Diabeteserkrankung.

Diabetes Typ 1

Nur ca. 5 % aller Diabetespatienten haben Diabetes Typ 1. Die Ursache für diesen Typ liegt meist in einer genetischen Veränderung und/oder einer Störung des Immunsystems, bei der das Abwehrsystem körpereigene Strukturen angreift. Hiervon sind meist auch die Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse betroffen, die infolgedessen kein Insulin mehr produzieren können. Dies führt zu einem absoluten Insulinmangel, der sich nur mittels lebenslanger Insulintherapie behandeln lässt.

Diabetes Typ 2

Beim Großteil aller Diabetes-mellitus-Patienten, ca. 80-90 % aller Fälle, handelt es sich um Typ-2-Diabetes. Als Hauptursache dieser früher als Altersdiabetes bezeichneten Diabetes gilt Übergewicht oder Adipositas infolge von langjähriger Überernährung, teilweise in Kombination mit Bewegungsarmut. Da sich die Zahl der Typ 2 Diabetespatienten parallel zum stetig wachsenden Übergewicht und der Fettleibigkeit bei Kindern und Jugendlichen entwickelt und nicht, wie früher angenommen, vorwiegend im höheren Lebensalter auftritt, wird die Bezeichnung Altersdiabetes heute nicht mehr benutzt. Das Risiko, an Typ 2 Diabetes zu erkranken, kann auch durch genetische Veranlagung begünstigt werden.

 

G


Glukose

Glukose zählt zu den wichtigsten Energielieferanten des Körpers. Insbesondere das Gehirn ist auf die Energiegewinnung aus Glukose angewiesen, da sie diese nicht, wie andere Körperzellen, in erster Linie aus dem Fettstoffwechsel gewinnen.

 

H


Hypoglykämie

Ist der Blutzuckerspiegel zu niedrig, der Glukoseanteil im Blut also sehr gering, spricht man in der Medizin von Hypoglykämie, umgangssprachlich wird dieser Zustand als „Unterzuckerung“ bezeichnet. Der Zuckergehalt im Körper ist dann so weit abgesunken, dass die Funktionsfähigkeit der Zellen bereits beeinträchtigt wird. Je nach Ausmaß der Unterzuckerung können Symptome auftreten wie: kalter Schweiß, Zittern, Hungergefühl, Herzklopfen und Koordinationsstörungen.

 

I


Insulin

Das Hormon Insulin wird in den Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse gebildet und ist für Mensch und Tier lebenswichtig, da es das einzige Hormon ist, das den Blutzuckerspiegel senkt. Eine Insulinausschüttung erfolgt, wenn nach Aufnahme kohlenhydratreicher Nahrung der Blutzuckerspiegel steigt. Dann übernimmt das Insulin eine „Schlüsselfunktion“ und ermöglicht, dass Glukose in das Zellinnere transportiert wird. Vor allem Leber- und Muskelzellen nehmen dann in kurzer Zeit große Mengen an Glukose auf und wandeln sie in Energie um. Gebildet wird das Insulin von spezialisierten Zellen in den Langerhans’schen Inseln, einem bestimmten Bereich der Bauchspeicheldrüse. Von diesem Namen leitet sich auch der Begriff „Insulin“ ab.

Insulintherapie

Diabetiker des Typ 1 sind grundsätzlich auf Insulin angewiesen. Neben einer manuellen Insulintherapie werden teilweise auch Infuser oder Pumpen genutzt, die den Körper, abhängig vom jeweiligen Blutzuckerspiegel, automatisch mit Insulin versorgen.

 

M


Medikamente

Während Typ 1 Diabetiker grundsätzlich auf Fremdinsulin angewiesen sind, ist bei Typ 2 Diabetikern oftmals schon eine Gewichtsreduktion ausreichend, um die Stoffwechsellage zu verbessern. 
Ergänzend dazu muss teilweise eine Medikation mit Antidiabetika oder gegebenenfalls einer Insulinvergabe erfolgen, um eine Stabilisierung des Blutzuckerspiegels zu erreichen.

Metabolisches Syndrom

Als metabolisches Syndrom bezeichnet man das gemeinsame Auftreten verschiedener Risikofaktoren. Hierzu gehören Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck und Arterienverkalkung.

 

N


Naschen

Naschkatzen haben recht: Wer Lust auf Schokolade hat, dem helfen keine Gemüsesticks! Kaufen Sie nur die einzeln verpackten Minis: kleine Schokoriegel oder -täfelchen, einzelne Pralinen, so lassen Sie sich nicht verleiten, ganze Pralinenschachteln und Big-Size Schokoriegel oder XXL-Tafeln Schokolade aufzuessen – und genießen die kleine Süßigkeit umso mehr.

 

S


Schulung

Je besser man sich mit Diabetes auskennt, desto besser kann man auch mit Diabetes umgehen. Daher werden professionelle Diabetikerschulungen empfohlen, in denen man das nötige Rüstzeug erhält, um mit einem hohen Maß an Eigenverantwortung richtig mit der Erkrankung umzugehen. So lassen sich Unsicherheiten beseitigen und die Betroffenen bekommen vor Augen geführt, dass sie trotz Diabetes ausreichend Lebensqualität besitzen.

Schwangerschaftsdiabetes

Als Gestationsdiabetes (GDM), auch Schwangerschaftsdiabetes genannt, bezeichnet man eine Glukosetoleranz-Störung, die erstmals in der Schwangerschaft auftritt. Wird diese frühzeitig diagnostiziert, lassen sich mit der Einhaltung von Ernährungsempfehlungen aus dem GDM resultierende Komplikationen verhindern.

Eine Insulintherapie kann somit umgangen werden. Daher stehen ernährungstherapeutische Maßnahmen nach der Diagnose einer Schwangerschaftsdiabetes an erster Stelle. Zusätzlich zu der Betreuung durch den Frauenarzt wird daher eine Beratung sowie gegebenenfalls Behandlung in einer Diabetes-Schwerpunktpraxis empfohlen.

Selbstkontrolle

Bei einer Diabeteserkrankung ist eine ausreichende Kontrolle der Blutzuckerwerte und eine Untersuchung des Harns auf Zucker geboten. Neben der Ermittlung dieser Werte, die Diabetesbetroffene zumeist selbst vornehmen, müssen die Blutwerte regelmäßig durch einen Arzt überprüft werden. Dieser kann auch mithilfe bestimmter Blutuntersuchungen die Qualität der Blutzuckereinstellung über einen längeren Zeitraum beurteilen. Ebenfalls regelmäßig überprüft werden sollten zudem Blutfettwerte und Blutdruck.

Symptome

Zu den auffälligsten Symptomen der Diabetes mellitus zählt der Zucker im Harn, da der Körper versucht, den überflüssigen Blutzucker über den Harn auszuschwemmen. Dies führt zu einer vermehrten Harnausscheidung sowie zu verstärktem Durst. Weitere deutliche Symptome für Diabetes mellitus sind des Weiteren starke Müdigkeit und Leistungsabfall.

 

U


Unterzuckerung

Siehe Hypoglykämie